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/// Interview Olaf Peters „Was die können, kann ich schon lange“

Bereits in jungen Jahren besuchte Olaf Peters mit seiner Mutter an Ostern die Eierbörse im Gürzenich in Köln und war fasziniert von der Kunst auf ovalförmigen “Leinwänden”. Talentiert war er schon immer, begann früh mit der Malerei. Keine abstrakte Kunst, mit der, so Peters, könne er nichts anfangen. Klar, deutlich und vor allem erkennbar muss sie sein. Olaf Peters liebt die Herausforderung. Daher weckte die Malerei auf Eiern immer mehr sein Interesse. Er setzte sich zum Ziel „Was die können, kann ich schon lange.” Und er sollte recht behalten.

Olaf Peters – ein Ausnahmekünstler; Foto: Schulte

Jedes Ei ist ein Unikat; Foto: Schulte

Bemalte Straußeneier von Olaf Peters – Pferde sind sein Lieblingsmotiv; Foto: Schulte

Mittlerweile hat er mehrere hundert Eier bemalt und verkauft, hauptsächlich Straußeneier, aber auch Hühner- und Gänseeier sind in seinem Portfolio. Die Straußeneier bezieht er über die Feinkostabteilung eines bekannten Kaufhauses, die Hühnereier teils auch über die Gärtnerei der Alexianer Werkstätten.
 
10 Euro zahlt er für ein Straußenei, für die Ölfarben rund 8 Euro pro Tube. Seine Kunst finanziert er ganz alleine durch den Verkauf seiner Eier und aus eigenen finanziellen Mittel. Für ein bemaltes Straußenei, je nach Motiv, setzt er einen Verkaufspreis von 60-80 Euro an, für ein Hühnerei um die 30-40 Euro.


Olaf Peters malt die unterschiedlichsten Motive, jedoch am liebsten Pferde. Das liegt als ausgebildeter Pferdewirt natürlich nah. Zudem liebt er Modelleisenbahnen. Er hat bereits 6 Mal das Miniatur Wunderland in Hamburg besucht. Daher stehen die Modelleisenbahnen als Motiv für seine Eier ebenfalls ganz oben auf seiner Liste. Bei seinen über hunderten von Aufträgen gibt es mittlerweile jedoch kaum ein Motiv, das er noch nicht gemalt hat. Es kann noch so detailreich sein – es ist absolut bewundernswert was er, als ein „Bär von einem Mann“ für filigrane Kunstwerke auf die Eier zaubert. 

Für die Bemalung eines Straußeneis benötigt er circa einen Monat Zeit, um das Motiv perfekt auf die Rundfläche anzubringen. Er malt frei von Hand, liebt besonders die Haptik der Eier. Eine Sammlung seiner Eier befindet sich in den Vitrinen und Regalen seines Schlafzimmers. Auf seinem liebsten Kunstwerk befindet sich das Motiv eines Cross-Maschinen-Fahrers, da es ihn besonders herausgefordert hat.


Olaf Peters, ein professioneller Ausnahmekünstler, der mit dem Internet und der Digitalisierung nichts anfangen kann und stattdessen seine Zeit mit sinnvollen Dingen, wie seiner Kunst, verbringt. Eine Verkaufsplattform seiner Eier gibt es daher auch nicht online zu finden. Man trifft ihn aber jedes Jahr auf dem Straßenfest in der Herthastraße in Köln-Zollstock an oder erfährt über Mund-zu-Mund-Propaganda von seiner außergewöhnlichen Kunst. In der Szene ist er ein bekannter Künstler, war bereits in diversen Kölner Zeitschriften abgebildet.

Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Alexianer Werkstätten sind in seinen 6 Jahren Werkstatt-Beschäftigung längst auf sein Talent aufmerksam geworden. Bereits vertreten auf dem bekannten Weihnachtsmarkt der Alexianer, wird er im Mai am Rudolfplatz in einem Café mit seinen Eiern zu bewundern sein. Es folgt zudem im September die Teilnahme an einer großen Ausstellung, auf der er gemeinsam mit einer künstlerisch engagierten Mitarbeiterin der Alexianer Werkstätten, präsent sein wird.

Wir wünschen Herrn Peters weiterhin viel Erfolg und freuen uns, dass Menschen mit außergewöhnlichen Begabungen bei uns beschäftigt sind! (js)