AKTUELLES AUS KÖLN

/// ALEXIANER KULTURZEIT IM INTERVIEW: „KUNST IST MEINE FÜGUNG“

Ich treffe den Künstler „David Magen“ an seinem Arbeitsplatz in unserer Werkstatt in Köln-Mülheim. Er hat die Kantine für einen Morgen in sein Atelier verwandelt. Farbenfrohe Kunstwerke lachen mich an, hauchen mir sofort ein Gefühl von Lebensfreude ein.

Kunstwerke von David Magen. Foto: Schulte

David Magen mit seinem Lieblingswerk. Foto: Schulte

David schüttelt mir zunächst etwas schüchtern die Hand. Doch mit der ersten Frage zu seiner Kunst, ist das Eis gebrochen. Man spürt in jedem seiner Fasern, seiner Worte, seine unendliche Leidenschaft und Liebe zur Kunst. Sie erfüllt ihn mit unglaublichem Stolz – er bezeichnet sie auch als seine „göttliche Fügung“.

Begonnen hat er bereits in der dritten Klasse mit Comics und Graffitis auf Papier. Sein Künstlergen, so sagt er, hat er von seinem Papa geerbt. Mit dem 5.5.2009 entwickelte sich die ursprüngliche „Testerei“ mit Farben in abstrakte Kunst auf Leinwand. Ein Tag, an dem seine künstlerische Laufbahn begann.

Bunte, grelle Farben kennzeichnen seine Bilder. Geometrische, phantasievolle Formen geben seinen Bildern die Abstraktheit. Sein Atelier ist seine Wohnung. Geöffnet ist es bevorzugt für Musen, aber mit Vorankündigung. Sehr sympathisch! 

Seine Familie ist sein größter Fan und Unterstützer. 11 seiner einzigartigen Kunstwerke schmücken das Zuhause seiner Eltern. Auch sein schönstes Bild hängt an einem besonderen Platz im Wohnzimmer.

Seine erste Ausstellung hatte er 2010 im Rahmen einer Vernissage in einem Lofthaus in Köln. Eine zweite und dritte Ausstellung folgten. Er taucht in das Künstlernetzwerk ein, lässt aber alles ganz locker auf sich zukommen. 

Der 11.11.2011, für uns Kölner der schönste Tag im Jahr, für David Magen ein zunächst sehr einschneidendes Datum. Er erleidet eine Hirnblutung und liegt mehrmals im Koma, ist dem Tod nahe und hat u. a. mit einer Einschränkung des linksseitigen Gesichtsfeldes zu kämpfen. Aber er gibt nicht auf und schafft es mit der Unterstützung vieler toller Menschen zurück ins Leben. Dafür ist er sehr dankbar und das spiegelt sich auch in seinen Kunstwerken wieder. Seinen Bewunderern möchte er ein wohliges, warmes und lebensbejahendes Gefühl übermitteln. Seine Kunst nennt er ein „liebgemeintes Dogma“. Er sagt, es gäbe keinen verwegenen Plan, keine Strategie für seine Kunst, er male ohne nachzudenken. Wenn man Talent habe, käme es von selbst.

David Magen, ein inspirierender junger Künstler, der sein Schicksal als „glücklich“ bezeichnet und uns seine Freude am Überleben weitergeben möchte. Auch uns, den Alexianer Werkstätten, möchte er diese Freude übertragen und uns danken, für die Unterstützung in schweren Zeiten, für die tolle Förderung, auch im Rahmen seiner Kunst als auch für die positive Energie im Werkstattalltag, die ihm den nötigen Antrieb gibt.

Als Dank spendet er uns einen Teil seiner einzigartigen Kunstwerke. Danke, David, wir werden sie mit einem Ehrenplatz würdigen. Danke auch für das interessante Interview.

Für alle Leser, deren Interesse wir nun geweckt haben. Sie werden voraussichtlich noch in diesem Jahr die Gelegenheit haben, seine Kunstwerke bei einer geplanten Vernissage im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe, der Alexianer Kulturzeit, zu bewundern. Termindetails folgen.

Nicht zu vergessen: Social Media ist in der heutigen Zeit auch für die Verbreitung von Kunst unabdingbar. Besucht „David Magen“ gerne auf Öffnet externen Link in neuem Fenster Facebook oder Öffnet externen Link in neuem Fenster Instagram und lasst ein „Gefällt mir“ da. (js)