AKTUELLES AUS KÖLN

/// Buchlesung mit Dr. Manfred Lütz: „Solange wir leben, müssen wir uns entscheiden“

Am Donnerstag, 14. März 2019, wird Corine-Literaturpreisträger und Chefarzt des Alexianer-Fachkrankenhauses, Dr. Manfred Lütz, um 19.00 Uhr, im Dominikus-Brock-Haus, Kölner Straße 64, in 51149 Köln-Porz aus seinem Buch: „Solange wir leben, müssen wir uns entscheiden“ vorlesen. Das Buch basiert auf Gesprächen mit dem Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz, dem israelischen Künstler Jehuda Bacon. „Seit ich Jehuda Bacon begegnet bin, ist mein Leben heller geworden, beschreibt der Autor die Wirkung Jehuda Bacons auf sein Leben.

„Dieses Buch bringt die Weisheit eines Menschen zur Sprache, der Entsetzliches erlebt hat, aber darunter nicht zerbrochen ist. Jehuda Bacon ist einer der letzten Überlebenden von Auschwitz und was er zu sagen hat, ist ein Ereignis! Der bekannte Künstler, dessen Zeichnungen im Frankfurter Auschwitzprozess Beweismittel waren, erzählt, wie er aus tiefer Erschütterung heraus zum Humanisten wurde“ , so Manfred Lütz.

Die Buchlesung findet mit freundlicher Unterstützung des Gütersloher Verlagshauses statt. Der Eintritt ist frei. Parkplätze vor dem Haus, mit Linie 7 der KVB, Haltestelle: Ensen-Kloster.

 

Wanderausstellung: „erfasst, verfolgt, vernichtet – kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus“ im Dominikus-Brock-Haus

 

Die Buchlesung ist Teil des Begleitprogramms zur  Wanderausstellung der deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie (DGPPN): „erfasst, verfolgt, vernichtet – kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus“ vom 13. bis 17. März 2019, im Dominikus-Brock-Haus, Kölner Straße 64, in 51149 Köln-Porz.

Die Alexianer Köln zeigen sie anlässlich ihres 111. Jubiläums. Die Ausstellung befasst sich mit den Opfern der mörderischen NS-Euthanasie-Ideologie sowie mit deren Tätern. Eindrückliches Zeugnis sind etwa die Zeichnungen, die der zwangssterilisierte und später ermordete Wilhelm Werner hinterlassen hat. Sie bringen zum Ausdruck, was dieser fundamentale Angriff auf Körper und Persönlichkeit für ihn bedeutete. Ebenso wird sich mit der systematischen Ermordung kranker und behinderter Menschen ab Herbst 1939 befasst. Bis zu 300 000 Anstaltspatienten fielen ihr zum Opfer. Auch die frühe Nachkriegszeit, in der Zwangssterilisierte, Überlebende der Mordanstalten und Angehörige ermordeter Patienten wenig gesellschaftliche Unterstützung fanden, bleibt nicht ausgespart. Die Ausstellung endet damit, dass erst in den letzten Jahren viele Familien begannen, sich ihrer ermordeten und vergessenen Angehörigen zu erinnern.

 

Die Ausstellung im Dominikus-Brock-Haus ist am Samstag, 16.03.2019, von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr öffentlich zugänglich.