AKTUELLES MÜNSTER

/// Fachleute von Werkstätten für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen treffen sich in Köln

Die Alexianer Werkstätten in Köln waren jüngst Gastgeber der 7. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Werkstätten für Menschen mit erworbener Hirnschädigung (AG WfMeH).

Die Arbeitsgemeinschaft für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen innerhalb der Werkstätten für Menschen mit Behinderungen tagte in diesem Jahr bei den Alexianern Foto: Volk

Den angereisten Fachkräften  aus etwa 70 Werkstätten aus dem gesamten Bundesgebiet, die der Arbeitsgemeinschaft angehören, nutzten die beiden Tage, Leitlinien für die Arbeit von Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen zu erarbeiten, insbesondere für das Eingangsverfahren und den Berufsbildungsbereich.  Herzlich wurden sie zu Beginn vom Geschäftsführer der Alexianer Werkstätten, Matthias Hopster, begrüßt.  Er berichtete, dass die Alexianer Werkstätten neben den Aktivitäten in und um Münster allein in Köln sieben Standorte betreiben und hier interessante Arbeitsangebote für mittlerweile rund 1000 Beschäftigte vorhalten, etwa das gerade eröffnete Design- und Medienbüro AlexOffice in Köln-Kalk und die neue Inklusionsfirma Moveko. Auch das schicke neue Restaurant im Rathaus von Münster mit dem geschichtsträchtigen Namen „1648“ als neuer gastronomischer Alexianer-Inklusionsbetrieb fehlte nicht in der Aufzählung.

Veranstaltet wurde die Fachtagung diesmal vom Sprecher der AG WfMeH West, Stefan Strabelzi, der als Betriebsstättenleiter der Kölner Alexianer-Werkstatt für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen (MeH) zu diesem Zeitpunkt gemeinsam mit seinem Team noch mitten im Umzug der Alexianer MeH-Werkstatt von Rodenkirchen in die neue Produktionshalle in Köln-Westhoven steckte. Dennoch versäumte  er es nicht, seinen Berufskollegen ausführlich das Konzept der Alexianer Werkstatt für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen vorzustellen. Das stieß auf großes Interesse, denn die Jahrestreffen werden vor allem genutzt, um Erfahrungen zu  unterschiedlichen Konzepten der beruflichen Rehabilitation von Menschen mit erworbener Hirnschädigung in den einzelnen Werkstätten auszutauschen. Spezielle Workshops widmeten sich zudem dem Eingangsverfahren und der Anwendung von unterschiedlichen Diagnostikverfahren sowie dem Berufsbildungsbereich. Eine Podiumsdiskussion mit Werkstattbeschäftigten und Wolfgang Steves, dem selbst betroffenen Berater (Peer-Berater) der Hannelore-Kohl-Stiftung, war ein wichtiger Schwerpunkt der Tagung. Die Fachvorträge zur beruflichen Neuro-Rehabilitation von Diplom-Psychologin Marion Mosch sowie zu den therapeutischen Möglichkeiten bei Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen aus Sicht der Logopädin Susanne Okreu und Ergotherapeutin Ute Herres brachten ebenso wichtige neue Impulse. (kv)